Die Dual/Zwillingsseele

Was ist eine Dualseele, was eine Zwillingsseele?

Einige von Euch, die sich schon mal mit dem Thema beschäftigt haben, werden sicherlich der Meinung sein, dass Dualseelen und Zwillingsseelen verschiedene „Dinge“ sind, dies beruht aber auf einem sprachlichem Missverständnis, es handelt sich um ein und dieselbe Sache.

Die folgende Erklärung dieser Thematik beruht auf jahrelanger Recherche und eigener Erfahrung, sowie den Erfahrungen vieler Betroffener, mit denen ich seit Jahren in Kontakt stehe.

Als erstes möchte ich zur Begriffserklärung kommen und mit dem sprachlichen Mißverständnis aufräumen.

Der Begriff Dualseele wird oftmals falsch interpretiert, denn viele Menschen neigen dazu, das Wort Dual zu einseitig zu sehen, dabei hat es mehr als eine Bedeutung.
In diesem Fall steht Dualität nicht nur für Gegensätzlichkeit, sondern vor allem für seine ursprüngliche Bedeutung:

von lat. dualis = „zwei enthaltend“; „Zweiheit“ (siehe Wikipedia)

Die Dualseele ist also eine Seele, die aus zwei Teilen besteht. Die Gegensätzlichkeit dieser beiden Teile ist zwar vorhanden, aber anders, als die meisten Menschen es verstehen. Es geht nicht darum, dass beide Seelenanteile grundsätzlich gegenteilig sind, sondern die Gegenteiligkeit bezieht sich auf das weibliche und männliche Prinzip (Jung, [Anima und Animus).

Ich versuche jetzt mal, es von Anfang an zu erklären, um zu verdeutlichen, was gemeint ist. Dazu muss ich zurück gehen bis zum Beginn von allem, zu dem „Zeitpunkt“ als es noch keine Zeit gab und keinen Raum, den „Moment“ vor dem Urknall…

Bevor alles begann, Raum und Zeit und somit auch der Reinkarnationszyklus, waren alle Seelen „ein Ganzes“, man könnte auch sagen, vollständig. Jede Seele hatte einen männlichen und einen weiblichen Anteil, wobei beide Seiten perfekt ausbalanciert und im Einklang miteinander waren. Dann wurden Raum und Zeit erschaffen, der Reinkarnationszyklus begann.
Die Seelen „spalteten“ sich auf, in einen männlichen und einen weiblichen Teil, wobei beide Hälften trotzdem auf der Seelenebene miteinander verbunden blieben, sie begannen einfach nur, in verschiedenen Körpern zu inkarnieren.
Der „Sinn dieser Übung“ war es zum Einen, alle Aspekte des Lebens in ihrer Vielfalt erfahren zu können, zum anderen, dass jede Seele lernen sollte, ihren männlichen und weiblichen Anteil vollkommen zu verstehen, anzunehmen und zu leben, eine Balance zu schaffen. Das Endziel aller Seelen ist es, sich soweit zu entwickeln, dass genau dieses Ziel erreicht wird, um sich irgendwann wieder vereinigen zu können.

Eine Dual – oder Zwillingsseele ist also eine Seele, die in zwei verschiedenen Menschen inkarniert. Somit soll der weibliche Seelenanteil lernen, seine männliche Seite zu erfahren, verstehen, leben und anzunehmen, die männliche Seite mit der weiblichen Seite auszubalancieren. Für den männlichen Seelenanteil gilt das Gleiche, nur umgekehrt.

Um das Wesen der Dualseele zu erklären, greife ich gerne auf ein universelles Symbol zurück, Yin und Yang.

Yin Yang

Dieses Symbol zeigt die Seele als Ganzes, mit der weiblichen Hälfte (schwarz, passiv) und der männlichen (weiß, aktiv).

Dabei trägt jeder Teil auch einen kleinen Teil der anderen Hälfte in sich (bei Yin und Yang das Auge). Hier wird die Tatsache verdeutlicht, dass es darum geht, zu lernen, den jeweils anderen Teil zu integrieren.
Wenn man sich Yin und Yang ansieht, versteht man auch was mit Dualität eigentlich gemeint ist. Beide Teile sind exakt gleich, gleichzeitig aber auch gegensätzlich (schwarz und weiß, männlich und weiblich).
Man kann die Dualseele auch mit dem Spiegelbild vergleichen. Mein Spiegelbild ist mir gleich und trotzdem entgegengesetzt.)
Im Leben äußert sich dies, in dem beide Teile charakterlich grundsätzlich auf der gleichen Ebene schwingen, gleiche Interessen und Neigungen haben, die Gegensätzlichkeit ergibt sich ausschließlich daraus, dass der eine Teil mehr seine männliche Seite lebt, der andere mehr die weibliche.

Hier möchte ich auch kurz auf den Begriff Zwillingsseele eingehen, denn er ergibt sich sehr schön aus dem Symbol des Yin und Yang. Dieser Begriff bezeichnet das gleiche Phänomen, er stammt aber aus dem Englischen. In der Englischen Sprache heißt Dualseele Twin Soul, oder Twin Flame. Daraus hat sich bei vielen die Meinung gebildet, es würde sich um zwei verschiedene Phänomene handeln, Dualseelen, die gegensätzlich sind, und Zwillingsseelen, die genau gleich sind. Dies ist nur ein sprachlich bedingtes Mißverständnis, es handelt sich dabei um ein und das selbe Phänomen!

Je weiter sich beide Seelenanteile entwickeln, umso mehr nähern sie sich auch an, und umso ausgeglichener leben sie ihren jeweils entgegengesetzten geschlechtlichen Anteil. Die beiden Teile einer Seele begegnen sich oftmals in verschiedenen Inkarnationen, dabei sind alle zwischenmenschlichen Beziehungen möglich:

Mutter und Sohn, Vater und Tochter, Bruder und Schwester, Freunde, Liebespaare, etc. …

Allerdings sind diese Beziehungen immer extrem problembelastet und sehr schwer zu leben, denn Dualseelen helfen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihrer Seele.
Dies tun sie, indem sie sich gegenseitig spiegeln, um voneinander zu lernen. Dies führt aber verständlicherweise oftmals zu Konflikten, denn wer lässt sich schon gerne den Spiegel vorhalten (die Dualseele spiegelt einem immer die negativen Aspekte der eigenen Persönlichkeit, dies ist oftmals sehr schmerzhaft, dient aber der Weiterentwicklung!).
Auch werden die beiden Seelenanteile immer mit großen Schwierigkeiten in ihrer Beziehung konfrontiert, die es zu überwinden gilt, denn auch daraus können beide Seelenanteile lernen und wachsen. Oftmals inkarnieren sie in unterschiedlichen sozialen Klassen, verschiedenen Ländern, etc., was es sehr schwierig macht, eine Beziehung zu leben.

Jetzt möchte ich gerne auf die „Symptomatik“ einer Dualseelenbeziehung eingehen. Auch hier beginne ich mit den grundlegenden Dingen.

Sobald wir in unserer seelischen Entwicklung soweit voran geschritten sind, dass eine wirkliche Annäherung mit dem anderen Seelenanteil möglich wird, bekommen unsere Inkarnationen eine bewusstere Note, wir spüren plötzlich, dass uns etwas fehlt. Von Kindheit an spürt man eine Sehnsucht in sich, die Sehnsucht nach dem Menschen, der einem exakt gleicht und vervollständigt.
Es fühlt sich an, als hätte man ein Loch in seiner Seele, das nur dieser andere Mensch ausfüllen kann und man weiß einfach, dass es diesen Menschen irgendwo gibt, man sucht sein ganzes Leben nach ihm, oftmals auch lange Zeit nur unbewusst.

Dieses Gefühl der Unvollständigkeit ist wiederum nur ein Irrtum der Seele, wenn auch ein gewollter, es ist eine Lernaufgabe, eine der letzten auf dem Weg zur endgültigen Wiedervereinigung mit dem Dual.
Denn jeder Seelenanteil ist für sich allein vollständig! Dies gilt es zu erkennen und akzeptieren, der Dualseelenpartner ist nicht dafür zuständig, dass wir „ganz“ werden, wir müssen in uns allein unseren Frieden und Vollkommenheit finden!

Dies ist die schmerzlichste Lernaufgabe auf dem Weg der Dualseelen, es gilt loszulassen, was bei der unendlichen starken Sehnsucht nach der anderen Hälfte schier unmöglich scheint.
Erst wenn beide Seelenanteile es geschafft haben, für sich allein vollständig und vollkommen geworden zu sein, können sie sich wieder vereinigen.
Erschwert wird dieser Prozess noch zusätzlich, durch die seelische Verbindung der beiden Hälften. Jeder bekommt auf der Seelenebene mit, wie es dem Anderen geht, man spürt die Emotionen und oftmals auch die Gedanken des Anderen. Spürt der Andere emotionalen Schmerz und Sehnsucht nach seiner anderen Hälfte, verstärkt dies die gleichen Gefühle bei einem selbst. Hier ist es wichtig, zu lernen, die Gefühle seines Duals von den eigenen zu unterscheiden und vor allem, sich nicht mehr davon beeinflussen zu lassen!
Man kann dem Anderen nicht bei dieser Lernaufgabe helfen, indem man seiner Sehnsucht nachgibt. Erfolgt die Vereinigung zu früh, bevor beide gelernt haben, in sich selbst ihr Glück zu finden, ist die Beziehung von vornherein zum Scheitern verurteilt!

Die Beziehung zu der Dualseele ist unzerstörbar, haben wir einmal unser Dual gefunden, werden wir ein Leben lang Liebe für unser Dual empfinden, ganz gleich, was auch zwischen diesen beiden Hälften passiert.

Man begegnet sich immer wieder, auch wenn oftmals Jahre zwischen den Begegnungen liegen können, aber sobald der Zeitpunkt reif ist, für eine erneute Begegnung, wird diese vom Schicksal herbeigeführt, dann gilt es wieder, neue Lernaufgaben anzunehmen und ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen.

Woran erkennt man nun seine Dualseele?

Im Grunde weiß man es sofort, ganz tief in der Seele, wenn man seinem Dual begegnet ist, es gibt in keiner anderen, menschlichen Beziehung ein Gefühl von dermaßen tiefer und bedingungsloser Liebe. Dieses Gefühl besteht vom allerersten Moment an, ohne den anderen überhaupt zu kennen. Man sieht sich in die Augen und weiß, man ist „zu Hause“ angekommen. Man erkennt sich selbst im Gegenüber…

Die Beziehung ist höchst spirituell, man liest die Gedanken des anderen, jederzeit und mit Leichtigkeit, man fühlt seine Emotionen. Eine starke Synchronizität zeichnet die Leben beider aus, sieht man sich die Lebensläufe an, so stellt man fest, dass beide sehr oft zur gleichen Zeit die gleichen Erfahrungen gemacht haben oder mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten.
Diese Synchronizität erstreckt sich auf alle Ebenen, von den großen und wichtigen Lebensbereichen bis auf die Kleinigkeiten (z.B. dass beide zur gleichen Zeit auf die Idee kommen, ihren Kleiderschrank auszumisten, nur ein Beispiel…)

Die Art dieser Beziehung führt oftmals bei mindestens einem der beiden Individuen zu Angst und damit zum Rückzug vom anderen.
Eine Dualseelenbeziehung ist ein ewiges Hin und Her, ein Auf und Ab von „nicht voneinander loslassen können“ bis zu „den anderen nicht ertragen können“.
Aber man begegnet sich immer wieder und mit jeder neuen Begegnung steigt auch die Qualität der Beziehung.

Wer sich mit dem Thema schon auseinander gesetzt hat, wird sicher auch immer wieder gelesen haben, dass es nicht das Ziel ist, mit der Dualseele eine Liebesbeziehung zu leben.
Ich persönlich sehe das anders, genau das ist das Endziel, aber der Weg dahin führt nur über das Loslassen des Anderen. Erst wenn wir uns von dem Wunsch verabschiedet haben, mit dem anderen „zusammen zu kommen“, erst dann wird genau das geschehen!

Das Ziel aller Seelen ist die Wiedervereinigung mit dem anderen Seelenanteil um wieder ein Ganzes zu sein, diese Wiedervereinigung führt aber auf irdischer Ebene über die gnostische Ehe, die höchste, spirituelle Vereinigung von Mann und Frau…

Der Weg dahin ist lang und schmerzhaft und führt über unendlich viele Inkarnationen.
Doch sind wir dieses Jahr in ein neues Zeitalter eingetreten, das Zeitalter des Wassermanns, das viele umwälzende Veränderungen mit sich bringen wird.
Die Menschen werden eine neue spirituelle Ebene betreten, sich auf ein höheres Niveau aufschwingen. Deshalb ist es wichtig, sich spirituell auf das kommende vorzubereiten.

In den letzten Jahren (genau genommen seit Ende 2009) wachen immer mehr Menschen spirituell auf und beginnen, neue Wege zu beschreiten, aber viele haben noch einen weiten Weg vor sich und noch mehr sind noch nicht einmal aufgewacht.

Hier kommen die Dualseelen in’s Spiel. Immer mehr Dualseelen haben sich in den letzten Jahren gefunden und befinden sich auf dem letzten Stück ihres Weges zur Wiedervereinigung.
Die wiedervereinigten Seelen haben eine dermaßen hohe Vollkommenheit und eine spirituelle Ebene erreicht, dass es ihre Aufgabe ist und sein wird, den Menschen, die noch nicht soweit sind, im neuen Zeitalter durch ihr Beispiel den Weg zu zeigen.

Dies war jetzt meine „kurze“ Erklärung zum Thema Dualseelen, sicher bietet diese Thematik unendlichen Diskussionsstoff. Deshalb werden in Zukunft mit Sicherheit noch weitere Artikel folgen. 😉

 

 

Photo erstellt mit Photoshop Brushes von: obsidiandawn & camilla917

 


Kommentare

Die Dual/Zwillingsseele — 104 Kommentare

  1. Ich bin gerade mitten drin in diesem Dualseelenprozess, und er ist höchst anstrengend, entspricht aber genau dem, was oben beschrieben wird. Danke für die hilfreichen Inspirationen!

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  2. Zum Unterschied „Zwillings-/Dualseele“ möchte ich folgendes aus meiner Erfahrung heraus berichten.
    Aktuell befinde ich mich in einem Dualseelenprozess. Dies, seit einem 3/4 Jahr. Seitdem kenne ich den Menschen in dem sich meine Dualseele verbirgt. Nur von weitem – persönlich waren wir noch nie in Kontakt. Davor habe ich einen Zwillingsseelenprozess durchschritten. Die Rahmenbedingungen gestalteten sich ähnlich. Jedoch mit kleinen Unterschieden. Die Lernaufgaben und auch die Gefühle sind vollkommen unterschiedlich. Die Zwillingsseele spiegelte mich selbst, was ich selbst im Leben erreichen kann. Zu ihr hatte ich keinerlei sexuell geartete Gefühle. Sondern wirklich derart, wie man sie zu einem Wesen hat, mit dem man im Mutterbauch bereits eng verbunden war. Freundschaftlich, brüderlich, ein-eiig, symbiotisch. Der Dualpartner, den ich schon vor Jahren in inneren Visionen sah, führt mich in den Prozess der Hingabe zum Leben, des Loslassens meiner Kontrollmechanismen und dem Glauben daran, dass ich so einen unglaublichen Menschen tatsächlich verdient habe. Zum richtigen Zeitpunkt – denn seine Prozesse sind auch nicht ohne. Zu ihm hege ich auch starke sexuelle Gefühle, sogar auf Distanz erfahre ich durch den Kontakt mit ihm starke Erdung, ich wachse an meiner Persönlichkeit, werde selbstbewusster – alles in Vorbereitung auf die Begegnung mit ihm. Es hat ein dreiviertel Jahr gedauert um mein Dual los zu lassen, aktuell lasse ich los, nehme mir Zeit für mich und lasse mich tragen und das Leben fließen. Ich spüre, dass aktuell sein Prozess des Loslassens und Umdenkens beginnt. Das sich öffnen für seine tiefe Spiritualität (die ich spiegele).
    Beide tragen sogar den selben Vornamen. Ein Name der mich seit Jahren begleitet, vor allem bei Liebespartnern.
    Meine Zwillingsseele hat mich zu meiner Dualseele geführt. Ich hatte sie innerlich darum gebeten, mir dabei behilflich zu sein. Und es geschah auch unmittelbar. 🙂

    Ich selbst glaube auch daran, dass Dualseelen dafür gedacht sind, ihre Liebe zu leben. Zwillingsseelen jedoch nicht – weil sie nicht das Yin und Yang darstellen. Es wären zwei Yins oder Yangs und dadurch nicht die Wiederherstellung der göttlichen Einheit, durch zwei Menschen. Natürlich will das Leben solche Paare zusammenführen – das ist doch ganz logisch. Aber es braucht Zeit und die jeweiligen Prozesse kann man nicht beeinflussen und beschleunigen.
    Wenn wir von einer liebenden Schöpfung ausgehen wollen (und das tun wir hoffentlich!), ist die irdische Vereinigung der Duale gewollt und das Ziel.

    Leider ziehen sich sehr viele Menschen für jegliche Form komplizierter Beziehung die Zwillings-/Dualseelen-Konzepte daher. Erstens werden solche Phänomene nicht jedem „zugemutet“ und zweitens ist auch nicht von jedem der Zwilling bzw. das Dual überhaupt inkarniert.
    Die Phänomene die damit einhergehen (und sie sind zahlreich) erfordern einen hohen spirituellen Reifegrad und immens viel innere Stärke. Das Schwanken zwischen unserem gesunden Menschenverstand und den spirituellen Ebenen kostet enorm viel Kraft und nicht selten überlegt man sich, sich doch einfach „einweisen“ zu lassen um durch die Verordnung von Pillen endlich Ruhe zu haben. Denn die Dualseelen sind hartnäckig. Flucht unmöglich! 🙂

    Ich verstehe gar nicht, warum so viele Menschen überhaupt ihre Zwillings/Dualseele treffen wollen oder es so „chic“ finden, sich mit diesem Thema zu umgeben. Jeder der es erlebt, hätte es doch am liebsten gar nicht.
    Und diejenigen Frauen, die z.B. als Geliebte für einen Mann fungieren, werden in diesen Konzepten kaum Trost und erst Recht keine Lösung finden. Vor allem nicht, der nackten Wahrheit entfliehen können…

    Danke für deine Seite und deine wertvollen Beiträge zu diesem Thema! 🙂

    Love

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  3. Hallo, liebe „Leidensgenossen/-innen“,

    zuerst einmal bin ich dankbar dafür, dass es dieses Portal überhaupt gibt. Denn obwohl meine DS/ZS (ich möchte mich da als Laie nicht unbedingt festlegen) bereits eine Woche nach unserer virtuellen Begegnung erkannte, was es mit unserem Zusammentreffen auf sich hat, möchte ich sie nicht noch mehr belasten als ich es ohnehin schon tue.

    Ich bin 50 Jahre alt und männlich, sie ist ein paar Tage (!) älter. Schicksalsironischerweise liefen wir uns in einer Single-Börse über den Weg. Bereits als ich ihr Foto sah, fiel mir dieser Blick, dieser Gesichtsausdruck auf, den ich gut kannte. Und zwar von mir selber. Dem maß ich jedoch noch keine größere Bedeutung bei, was sich allerdings rasch änderte, als ich ihre Profilangaben las.

    Da gab es sooo viele Parallelen, dass ich dachte, dass das irgendwie kein Zufall sein kann. Weil ich in genau jener Single-Börse zwei derbe Reinfälle erlebt hatte und zudem sowieso depressiv war/bin, hatte ich es mir aus dem Kopf geschlagen, in absehbarer Zeit überhaupt wieder eine Beziehungskiste anzustreben,…

    …doch nach einigem Ringen schrieb ich ihr dann doch eine Nachricht. Nur um ihr mitzuteilen, welche Parallelen ich entdeckt hatte – ohne jegliche Avancen, die hätten vermuten lassen können, dass ich in irgendeiner Form an einem weiteren Kontakt interessiert sei. Ganz abgesehen davon leben wir 350km voneinander entfernt, was so was wie eine Beziehung für mich von vornherein ins Reich der Illusionen verwies.

    Ihre Antwort kam prompt, und sie sah das alles ziemlich gleich (wie ich). Trotzdem zeigte sich schon nach den ersten Schriftwechseln eine äußerst seltsam anmutende beiderseitige Vertrautheit. Die wiederum wurde dadurch untermauert wurde, dass eine Parallele die nächste jagte. Ob völlige Nebensächlichkeiten, Charaktereigenschaften, weite Strecken beider Biografien, überall glichen wir uns in beinahe erschreckender Weise.

    Nach einer Woche schlug sie vor, doch mal miteinander zu telefonieren. Obwohl es nie mein Ding gewesen ist, mit irgendwas zu prahlen, wies ich darauf hin, dass meine Stimme offensichtlich schon einigen Frauen/Mädels den Verstand geraubt hatte…und ich darauf wirklich nicht aus war.

    Tja, und dann geschah etwas, das ich absolut nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Zuerst war es ihre Tel.-Nummer, die ich binnen Sekunden abgespeichert hatte. Okay, ich habe sowieso eine ausgeprägte Zahlen-Affinität, doch diese Nummer beinhaltete von der Vorwahl bis zum Schluss Zahlenpaare, die allesamt Jahreszahlen kennzeichneten, die Meilensteine in meiner Familie darstellten.

    Als die Frau sich dann meldete, erfuhr ich zum ersten Mal, wie es den Frauen ergangen sein musste, die ich mit meiner Stimme „verzaubert“ hatte. Und zwar mit einer Vehemenz, dass es mir die Sprache verschlug. Mir blieb nichts anderes übrig als sie reden zu lassen, was aber vollkommen egal war, denn ich ergab mich einfach diesem Flash.

    Und wieder hagelte es Parallelen. Nach diesem langen Gespräch oder besser, nach diesem 98%igen Monolog war ich völlig am Ende, am Boden zerstört, denn ich hatte mich gnadenlos verknallt. Obwohl dieser Begriff es nicht richtig trifft.

    Mal sehen, vielleicht schreibe ich nachher noch weiter…, wahrscheinlich tue ich das…

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  4. Liebe Sylvia,

    12 Jahre intensive Beziehung, sehr viel auf und ab und trotzdem wunderschön. Dann das „endgültige“ Aus.
    Er hat von heute auf morgen eine andere Freundin. Ein halbes Jahr vergeht.
    Dann steht er wieder vor der Tür.
    Wir treffen uns wieder.
    Wochen später wieder das aus.
    Er ist wieder mit seiner Freundin zusammen.
    Sagt er möchte mich vor ihm schützen, vor seinem Fremdgehen, seinen ewigen Verletzungen.
    Er sagt er wisse, dass ich ihn liebe, das habe er oft genug in den letzten Monaten intensiv wahrgenommen.
    Er werde nun den Zugang zu seinem Herzen erarbeiten…
    Es ist ein Kampf, ein auf und ab, Gefühle, dich mich fast zum überlaufen bringen…
    Und doch weiss ich, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemals wieder eine Beziehung möglich wäre.
    Ich sterbe jeden Tag erneut einen Tod, so fühlt es sich für mich an.
    Wissend, dass eine Beziehung jetzt nicht möglich ist, aber fühlend, dass ich ohne ihn nicht sein will..
    Alles Liebe
    Natalie

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  5. Liebe Sylvia,
    vielen lieben Dank für dein Feedback.
    Habe viel nachgedacht und bei dir auf deiner Seite gelesen.
    Da ich und meine DS uns 2013 drei mal begegnet sind, ist es jetzt erst einmal vorbei. Ich wollte die Partnerschaft, ewr nur Freundschaft. Das ewige Auf und Ab- Hin und Her hat mich völlig aus meiner Mitte gerissen. Seine Email, er beschrieb mich als Opfer- hat mich dann entscheiden lassen, dass ich jetzt aussteige. ich schrieb ihm, er ist in meinem Herzen, aber ich möchte den Kontakt nicht mehr. Wenn das Universum meint wir wir sollen uns über den Weg laufen, so soll es dann so sein. Habe auch alle Kontaktdaten und Accounts von ihm gelöscht. Auch habe ich die „Tür“ Mediatation gemacht. Er ist sehr stark und möchte seinen Willen durchsetzen, er kämpft und leidet, versteht das alles nicht, warum ich den Kontakt komplett abgebrochen habe. ich muß diese Übunh wohl noch öfter machen, damit ich endlich in meine Gefühle komme.
    ich wünsche dir von herzen einen schönen Abend.
    Einen lieben Gruß, Claudia

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